vorgestellt: bookish places


16.Dezember

 

Du hast richtig gelesen, heute stellen wir mal jemanden vor! Das Schöne am Bloggen ist ja u.a., dass man so viele tolle Leute kennenlernt, die ähnliche Interessen haben und mit denen man sich dann stundenlang dazu austauschen kann. Wenn derjenige dann auch noch in der Nähe lebt, hat man quasi den Jackpot. Dieses Gesamtpaket gibt es beim Blog, den wir dir heute vorstellen. Es geht um....Trommelwirbel...Konfetti und Fanfare... "Bookish Places"

Bevor wir viele Worte verlieren, erledigt das die Blogchefin einfach selbst, mit unserem knallharten Fragebogen.

Quelle: instagram/bookishplaces
Quelle: instagram/bookishplaces

WER STECKT HINTER DEM BLOG?

Bookish Places ist ein Solo-Projekt von mir. Ich heiße Uli, bin 29 Jahre alt und lebe im schönen Erfurt. Als Online-Redakteurin haue ich auch beruflich viel in die Tasten, aber beim privaten Bloggen bin ich natürlich viel freier in der Wahl der Themen und der Gestaltung der Beiträge. 

 

BESCHREIBE DEINEN BLOG IN 3 WORTEN!

Bücher – Reisen – Entdecken

 

WAS IST DAS BESONDERE AN DEINEM BLOG?

Es gibt viele interessante Blogs zu den Themen Bücher und Reisen. Aber Blogger, die beide Themen miteinander verbinden, kenne ich nicht viele. 

 

WIE KAMST DU AUF DIE IDEE FÜR DEINEN BLOG?

Die Idee ist so nach und nach entstanden. Mir ist irgendwann bewusst geworden, dass es für mich zum Reisen einfach dazugehört, nach schönen Buchhandlungen oder Bibliotheken zu suchen. Als ich bemerkte, dass es auf Instagram eine echt tolle Community aus Buchliebhabern gibt, habe ich mich im Sommer 2016 dazu entschlossen, dass ich mit meinen Bildern ein Teil davon sein möchte. Einige Monate später folgte dann der Blog. 

 

WAS IST DEIN LIEBLINGSBILD BISHER?

Dieses Bild ist in der Buchhandlung Altaïr in Barcelona entstanden. Ich mag es besonders gern, weil es meine beiden Themen Reisen und Bücher so schön vereint. 

Quelle: Bookish Places privat
Quelle: Bookish Places privat

DENKST DU IN BILDERN ODER WIE ENTSTEHEN DEINE POSTS?

Tatsächlich ist mir aufgefallen, dass mein Auge mittlerweile für Buchmotive geschärft ist, wenn ich durch Städte laufe. :) Einige Bilder sind deshalb glückliche Zufallsfunde. In andere stecke ich wiederum ein bisschen Planung, zum Beispiel wenn es darum geht ein bestimmtes Buch einzustecken, das zu einem Ort passt, den ich besuchen möchte.

 

 

WELCHER IST DEIN GANZ PERSÖNLICHER "BOOKISH PLACE"?

Puh, das ist gar nicht so leicht zu sagen, da ich schon so viele schöne Bücherorte sehen durfte. Als Potterhead gehört für mich auf jeden Fall die Harry Potter Studio Tour in London dazu. Und generell mag ich es sehr, wenn Buchläden mit einem Cafe´ verbunden sind – Bücher und Kaffee sind einfach eine tolle Kombination. 


BLOGGEN- FÜR DICH AUCH HAUPTBERUFLICH DENKBAR?

Fürs Reisen, Lesen und Schreiben bezahlt zu werden, klingt schon verlockend. :) Als hauptberuflicher Blogger ist man dafür aber wahrscheinlich nicht mehr ganz so frei in der Wahl der Themen und einem gewissen Druck – durch Konkurrenz um Klicks und Kooperationspartner – ausgesetzt. Da für mich beim Bloggen der Spaß im Vordergrund steht, behalte ich es momentan gerne als Hobby. Gegen eine Kooperation hin und wieder hätte ich aber nichts einzuwenden und ein absoluter Traum wäre, wenn ich an einem Buch mitwirken könnte. 

 

EIN LEBEN OHNE BLOGGEN IST...

… möglich, aber viel farbloser. 

 

Quelle: instagram/bookishplaces

WELCHES BUCH IST DEIN ALLERLIEBSTES?

 

Auch hier kommt wieder der Potterhead in mir durch. Ich liebe die Harry-Potter-Reihe seit meiner Schulzeit und noch heute sind die Bücher ein bewährtes Heilmittel, wenn mir die Welt gerade richtig auf die Nerven geht.  

 

HAST DU EINEN LIEBLINGSAUTOREN?

Es ist wohl nicht schwer zu erraten, dass J.K. Rowling auf jeden Fall dazugehört. Aber ich mag zum Beispiel auch John Green oder Agatha Christie sehr gern. 

 

ROMANVERFILMUNGEN- "JA BITTE" ODER "UM HIMMELS WILLEN"?

Ja bitte, denn ich finde es interessant zu sehen, wie Welten aus Geschichten plötzlich zu Bildern werden. Auch wenn ich mit den Ergebnissen natürlich nicht immer zufrieden bin und oft der Grundsatz gilt: The book was better! :) 

 

VERLEITEN DICH BUCHCOVER ZUM KAUF?

Definitiv! Zwar muss mich die Inhaltsangabe schon auch neugierig machen, aber schöne Cover sorgen oft dafür, dass ich überhaupt erst auf ein Buch aufmerksam werde. 

 

ONLINEVERSAND ODER BUCHLADEN?

Auf jeden Fall Buchladen! 

 

WELCHES BUCH HAST DU ZULETZT GELESEN?

„Mistletoe and Murder“ von Robin Stevens, eine Detektiv-Geschichte im weihnachtlichen Cambridge.    

Quelle: instagram/bookishplaces
Quelle: instagram/bookishplaces

 

Auf Ulis Blog findest du also alles, was die Welt ein bisschen schöner, und, vor allem jetzt im Winter, weniger grau macht. Tolle Orte, neue Reiseziele für noch mehr Fernweh und natürlich einige Bücher, die noch in deinem Bücherregal fehlen. Klick dich mal rein!

 

HIER geht`s zum Blog und 

HIER zu instagram

 

Danke Uli für`s Plaudern, wir freuen uns auf viele weitere "Bookish Places".


mord im orientexpress

1.Dezember

 

Ich oute mich als absoluter Agatha Christie-Fan. Ihre Krimis waren so ziemlich das erste, was ich nach meiner langen und sehr intensiven Astrid-Lindgren-Phase an "Erwachsenenliteratur" gelesen habe. Im Nachhinein ist es eigentlich ziemlich interessant, dass meine Eltern ihrer jugendlichen Tochter ausgerechnet Krimis zu lesen gaben, anstatt mich die rosarote Pferde- und Mädchenliteratur entdecken zu lassen. Ich würde behaupten, geschadet hat es mir nicht und meine Krimiliebe hält bis heute an.

 

Da hab ich natürlich laut "Hurra" geschrien, als im Kino der Trailer zur Verfilmung von "Mord im Orientexpress" lief. Das klingt auch alles wirklich vielversprechend. Absoluter Krimiklassiker trifft auf eine, von Natur aus gute, Story und eine MEGA Hollywoodbesetzung. Ich werfe mal kurz mit Namen um mich, die den kritischen Kinogänger überzeugen sollen: Johnny Depp, Michelle Pfeiffer, Willem Dafoe, Penelope Cruz. Sie alle, und noch einige ambitionierte Jungschauspieler, sind im Cast dabei.

Man sollte noch erwähnen, dass der Regisseur (Kenneth Branagh) praktischerweise direkt gleich selbst in die Hauptrolle von Hauptfigur und Meisterdetektiv  Hercule Poirot geschlüpft ist. Man hat also fast satte zwei Stunden Zeit (!), um folgende Geschichte zu erzählen:

Poirot will von Istanbul nach London reisen und steigt dafür in den Orient-Express, eine Eisenbahn. Unterwegs stoppt die Bahn mitten auf der Strecke, da Schnee die Gleisen blockiert. Zu dieser Zeit muss in einem der Abteile wohl der ominöse Mord eines Ganoven passiert sein, der ihn von nun an beschäftigt. Poirot vermutet den Mörder unter den Passagieren und während er Indizien und Aussagen sammelt, bemerkt er, dass sich partout kein stimmiges Gesamtbild ergeben will. Viel eher sieht es so aus, als gäbe es eine Verbindung aller Passagiere mit dem Ermordeten, die in der Vergangenheit liegt. Poirot muss sich beeilen, bevor der Mörder vielleicht noch einmal zuschlägt.

 

Machen wir es kurz, mich hat der Film nicht überzeugt. Und ja, ich gebe zu, ich bin sogar kurz eingenickt. Dabei war der Kinosaal total voll, überall raschelte es in den Popcorntüten und so ganz ruhig war es nie. Woran lag es also?

Erstens, er hatte so seine Längen. Waaaahnsinnig viele davon. Einige Verhörszenen hätte man wirklich kürzen können, bei den Dialogen wusste man teilweise am Ende gar nicht mehr, worum es eigentlich ging. Selbst das Intro, das in Jerusalem spielt, präsentiert noch in aller epischer Breite das Können Poirots. Die zehn Minuten hätte man sich locker sparen können.

Zweitens, die einzelnen Mordmotive der Verdächtigen wurden, ohne, dass ich zu viel vom Ende verraten will, so verwirrend dargestellt, dass ich irgendwann ausgestiegen bin, obwohl ich das Buch diverse Male gelesen habe. Das Miträtseln und Kombinieren wird beim Zuschauen total erschwert, und dabei möchte man das so eigentlich so gern, oder?

Drittens, Poirot selbst. Ja, es ist ein kauziger, älterer Herr mit Schnurrbart und Stil. Aber leider eine recht durchgestylte Variante, der ich es null abgekauft habe, der sympathische Mann zu sein, den ich beim Lesen vor Augen hatte. Er war immer sehr bemüht irgendwie mysteriös rüberzukommen, mir fehlte einfach das Lockere, Entspannte, Besondere, Verschrobene. 

 

"Mord im Orientexpress" ist einer der meistverkauften Krimis aller Zeiten, aber leider zählt die aktuelle Verfilmung absolut nicht zu einer der besten Versionen. Die Kostüme und Requisiten sind zwar echte Hingucker, genau wie der Orient-Express selbst, aber die Spannung, die man sich erhofft, ist fast nicht vorhanden. 

Für einen kalten Winterabend vor dem Fernseher ist sie zwar total ok, aber ich würde davon abraten, die viel zu überteuerten Karten im Kino dafür zu bezahlen und lieber das Original als Buch empfehlen. Das spart definitiv Nerven! Ach, noch eine kleine Vorwarnung! Am Ende wird Poirots nächster Fall "Tod auf dem Nil" erwähnt und eingebaut, man ahnt es schon, eine weitere Verfilmung wurde bereits abgedreht./i.

Quelle: Youtube