oktober 2017


Viola Shipman - So groß wie deine Träume

 

 

Viola Shipman hat es mit ihrem neuesten Roman "So groß wie deine Träume" mal wieder geschafft ihre Leser zu treffen - und zwar mitten ins Herz. Genau wie ihr Debütroman "Für immer in deinem Herzen" schafft es die US-amerikanische Schriftstellerin Schmerz und Hoffnung Hand in Hand gehen zu lassen.

 

Lest die volle Rezension [HIER]


rowan coleman: im siebten sommer

20. Oktober 

 

Bisher hielt ich "Rowan" immer für einen Männernamen, kannte auch eigentlich nur den Schauspieler Rowan Atkinson, also quasi "Mr.Bean". Darum stellte ich mir beim Lesen dieses Buches immer wieder einen männlichen Autor vor und fand es erstaunlich, wie gut er sich in die Gefühlswelt der weiblichen Protagonistin hineinversetzen konnte, bzw. wie viel Gefühl generell gut dosiert hier zwischen den Zeilen rüberkam. Dann gabs die Überraschung...Rowan Coleman ist eine Frau. Hätte man ja auch mal googeln können. Aber war auch am Ende völlig egal, Hauptsache das Lesen macht Spaß.

Kurz ein paar Infos zur Story. Rose ist todunglücklich in ihrer Ehe, die von Gewalt, Angst und Erniedrigung geprägt ist.  Eines Tages fasst sie allen Mut zusammen und haut mit ihrer Tochter ab. Ihr Ziel ist ein Dorf, in dem ein Kunsthändler leben soll, in den sie sich vor Jahren heimlich verknallt hat und dessen Erinnerung immer noch sehr lebendig ist. Einziger Haken: sie haben sich damals nie wieder gesehen, sie kennt nur seinen Namen und hat auch keine Ahnung, ob er sich nach sieben Jahren überhaupt noch an sie erinnert. Das einzige, was sie von diesem Mann hat, ist eine Postkarte aus dem besagten Ort. Auf der Suche nach ihm, begegnet ihr jedoch ein anderer Mann, der in ihrem Leben schon immer eine große Rolle gespielt hat, bis sie ihn, bisher erfolgreich, bewusst daraus verbannte. 

Der Leser begleitet Rose auf ihrer Reise vom ängstlichen Weibchen zur Frau auf der Suche nach ihrem Glück. Coleman beschreibt sie sowohl optisch, als auch charakterlich so gut, dass man immer gut vor Augen hat, in welchem Stadium der Entwicklung sie sich gerade befindet. Häusliche Gewalt und Unterdrückung werden hier teilweise so intensiv thematisiert, dass man es kaum erträgt diese Szenen zu lesen. Man ahnt, wie viel Recherche hier auch mit Betroffenen betrieben wurde, um die Leser dafür zu sensibilisieren und Mut zu machen, sich Hilfe zu holen. 

Für mich persönlich entwickelte sich dieser Roman zum Pageturner. Ich hatte bereits einen anderen Roman der Autorin gelesen und mochte den Stil, eigentlich habe ich nur darum ohne den Klappentext zu lesen das Buch gekauft. Vom ersten Moment an war ich jedoch ganz nah an Rose´Geschichte dran und wollte unbedingt wissen, ob sie ihr verdientes Happy End bekommt. Dazu werde ich jetzt mal nichts sagen, aber mich würde es nicht wundern, wenn dieses Schmuckstück verfilmt werden würde. Genug Potenzial hat es definitiv!/i.


neues von cecelia: "lyrebird" ("so klingt dein herz")

16. Oktober

 

Die meisten kennen Cecelia Aherns Namen durch ihren Bestseller "PS: Ich liebe dich", spätestens seit der Romanverfilmung ist sie sowas wie ein Belletristik-Superstar. Es ist also kein Wunder, dass jeder ihrer folgenden Romane ein Megaseller wurde und immer wenn "Nachschub" in Sicht war, Vorfreude und Fanbase wuchsen. Das Gute an neuem Lesestoff ist, dass der Autor im besten Fall Werbung für sein neues "Baby" machen "muss" und dann auf Lesereise geht. Ein Hoch auf Promotion! Das ist  der Moment, auf den die glücklichen Fans und Leser  schon selig gewartet haben! Endlich gibt es mal die Chance zu sehen, wer denn da hinter dem dicken Wälzer steckt. 

Ich bekam tatsächlich kurz Nervenflattern und einen Fangirl-Moment, als ich die Ankündigung las, dass Cecelia Ahern für eine Signierstunde nach Leipzig kommt (immerhin einigermaßen in der Nähe meines Wohnortes im Vergleich zu anderen Stationen der Promotour). Für mich war dann schnell klar, dass ich da hin MUSS.

Diese Idee hatten gefühlt einige hundert andere Fans,  schon eine Stunde vor Beginn der Signierstunde war irre viel los. Wenn man nicht ganz genau hinsah, hätte man Cecelia dann auch fast für eine Studentin gehalten, die zufällig inmitten unzähliger Bücher auf einem Ledersofa sitzt. Völlig unprätentiös, nur mit etwas Wasser und diversen Stiften bewaffnet, saß sie dann geduldig dort, nahm sich Zeit für jeden einzelnen Gast. Unterschrieb Bücher, machte Fotos, plauderte hier und da und war einfach unfassbar nett und herrlich normal. Ihr irischer Akzent ist on top schwer sympathisch.  

 

Was auf den Bildern nicht rüberkommt, ist mein wahnsinniges Herzklopfen. Geholfen hat da nur die Vorfreude auf den neuen Roman "Lyrebird", der deutsche Titel ist dagegen wieder einmal etwas sperriger -  "So klingt dein Herz". Total investigativ wurde erst einmal recherchiert, was das denn für ein ominöser Vogel ist, von dem da die Rede im Originaltitel ist. Der "Leierschwanz" hat im Internet in diversen Videos schon für gute Laune gesorgt, denn er imitiert so ziemlich alles in seiner Umgebung, von anderen Tieren bis zu x anderen Geräuschen wie Motorsägen, Autos und sogar Maschinen. Er ist quasi die natürliche Vorlage für die Protagonistin im Roman.

Darin geht es nun um eine mysteriöse junge Frau, die im Wald zu leben scheint und eine besondere Gabe besitzt, sie kann so ziemlich alles nachahmen- man ahnt es, wie eben der besagte "Leierschwanz". Ein Toningenieur trifft sie eines Tages und ist sofort von ihr angezogen, wie leider auch dessen Lebensgefährtin, die so ein besonderes Verhalten natürlich spannend findet und einen Film über sie drehen will. So kommt Laura (die junge Frau aus dem Wald) plötzlich in die laute Welt "da draußen"- ob das gut geht, und welche Rolle, wie so oft die Liebe spielt, erfahren wir jetzt auf 480 Seiten. 

Eine Rezension gibt es natürlich bald hier bei uns! /i.